Naturschutzgebiete

Naturschutzgebiet „Bottsand“

Kleinod an der Kieler Außenförde

Bottsand

Ort: Wendtorf, Größe: ca. 91 ha

Das Naturschutzgebiet Bottsand ist ein äußerst schützenswertes Biotop mit einer einzigartigen Brackwasserlagune und zahlreichen Vogelarten und steht seit 1993 unter Schutz.
Zu den charakteristischen Tieren des NSG zählt die unter Schutz stehende Kreuzkröte. Auch die Waldeidechse besiedelt hier den Trockenrasen und die Dünen.
Brandgänse, Mittelsäger, Zwergseeschwalben, Sandregenpfeifer, Austernfischer und Küstenseeschwalben zieht es zur Brut immer wieder in das Schutzgebiet.

Das NSG kann vor allem vom Deich aus, der die Ostsee von den dahinter liegenden ehemaligen Salzwiesen trennt, erlebt werden. Direkt auf dem Deich befindet sich auch das Naturzentrum des NABU (geöffnet an den Wochenenden und feiertags vom 1. Mai bis 30. September).

Für das NSG besteht ein ganzjähriges Betretungsverbot.
Auf den - je nach Windrichtung - unterschiedlich ausgedehnten Windwatten des "Boddens" halten sich insbesondere zur Zugzeit eine Vielzahl von Enten, Limikolen und Möwen auf.

Ein einstündiger Spaziergang am Strand zum Schutzgebiet bietet vor allem im Herbst und Winter die Möglichkeit, zahlreiche Strandvögel zu beobachten. Vor "Neustein" am Ausfluss der Hagener Au versammeln sich oft große Scharen von Wasservögeln.

Anfahrt:

Das Naturschutzgebiet Bottsand liegt in der Nähe von "Marina Wendtorf". Mit dem Auto erreicht man das NSG von Kiel aus über die B 502. Man folgt dann der Wegweisung nach Marina Wendtorf. Von Schönberg kommend ist "Marina Wendtorf" ausgeschildert. Die Buslinie 210 von Kiel (ZOB) nach Schönberg führt an den Orten "Stein" und "Wendtorf" vorbei.


Von hier aus ist es nur ein kurzer Weg zum Schutzgebiet. Mit der Fördelinie F1 (Anleger: u.a. gegenüber dem Kieler Hbf.) kann man von Kiel aus über die Förde nach Laboe übersetzen. Die Buslinie 100 endet ebenfalls in Laboe.

NABU-Infozentrum am Deich:

Die NABU Naturstation Bottsand befindet sich auf dem Deich vor dem Campingplatz "Bonanza" nahe der Marina Wendtorf.
Kontakt: Tel. 0431/1284101, Mail info@nabu-bottsand.de

 

Geöffnet vom 1. Mai bis 30. September 2017
Jeden Samstag, Sonntag & Feiertag von 11 bis 16 Uhr.

Vortrag und vogelkundliche Führungen am „Bodden“ 2017 (keine Führungen im Juni & Juli - nur Vortrag!!!):
Samstags 6. Mai, 20. Mai, 3. Juni, 17. Juni, 1. Juli, 15. Juli, 29. Juli, 12. August, 26. August, 9. September, 23. September von 11:15 – 13:15 Uhr. Ohne Anmeldung. Kosten 2,- € p. Erwachsener, Kinder/Jugendliche und NABU-Mitglieder sind befreit.

 

Weitere Informationen erhalten Sie hier: www.nabu-bottsand.de

Naturschutzgebiet „Barsbeker See und Umgebung“

Das Reich der Mosaikjungfer

Barsbeker See

Ort: Barsbek/Wendtorf, Größe: ca. 146 ha

Das Naturschutzgebiet Barsbeker See und Umgebung ist gut mit dem Rad von Barsbek, Wendtorf oder von dem Ostseeküstenradweg auf dem Deich erreichbar. Von dem insgesamt 146 Hektar bedeckt der See noch etwa 40 Hektar. Der See ist Jagdrevier des Seeadler-Paares, das auf einer Pappel an der Straße nach Heidkate seinen Horst hat. Außerdem leben hier zum Beispiel zwei Rohrweihen-Paare, Rohrdommeln und Silberreiher. Libellen wie die Blaugrüne Mosaikjungfer oder die Blutrote Heidelibelle gehören ebenso zu den Bewohnern wie Moorfrosch und Erdkröte sowie die Schmetterlingsart Brauner Waldvogel.

Führungen können bei Manfred Kamp (Tel. 04344/2557) oder Gerhard Sieck (Tel. 04302/1252) vereinbart werden.

 

Naturschutzgebiet „Strandseelandschaft bei Schmoel“

Naturschutz durch Deichrückbau

Schmoel

Ort: Stakendorf/Schmoel, Größe: ca. 50 ha

Das Ende 1990 vom Umweltminister des Landes Schleswig-Holstein als Naturschutzgebiet ausgewiesene Gebiet entstand als Ausgleich für den Landschaftsverbrauch bei der Deichverstärkung an der Küste der Probstei. Ein 800 m langes Teilstück des alten Landesschutzdeiches wurde abgetragen und damit niedrig gelegene Flächen wieder dem Einfluss der Ostsee überlassen. An dieser Stelle der Ostsee lässt sich gut der ehemalige Zustand der Ostseeküste erahnen, vor allem, wenn man ihn im Kontrast zum ausgebauten Strandabschnitt sieht.

Binnen kurzer Zeit ist dieses 50 ha große Gebiet von der Vogelwelt angenommen worden. Hier kommen Reiher-, Löffel-, Knäk-, Krick-, Spieß-, Schnatter-, Brand- und Stockente vor. Zwergtaucher und Graugänse haben ebenfalls das Gebiet erobert. Als Zug- und Rastvögel treten zeitweise u.a. Dunkler- und Bruchwasserläufer, Zwergstrandläufer und Grünschenkel auf.

Ein Charaktervogel der Ostseeküste ist die Zwergseeschwalbe, die seit 1989 in einem separat eingezäunten Bereich außerhalb des NSG brütet. Den Sandregenpfeifer findet man bevorzugt auf Sand- und Geröllflächen des Strandwalls.

Betreten Sie daher bei einem Besuch in Schmoel bitte nur den erlaubten 10 Meter breiten Streifen am Spülsaum der Ostsee. Bei Bedarf kann in der Zeit vom 1. Mai bis 30. Juni auch dieser Strandabschnitt aus Schutzgründen gesperrt sein. Folgen Sie dann dem ausgeschilderten Wanderweg im Randbereich des NSG. Dieser Wanderweg zwischen dem Schönberger Strand und Hohenfelde ermöglicht es, alle Vogelarten störungsfrei zu beobachten.

Der Weg ins Schutzgebiet:

Das NSG Schmoel erreicht der interessierte Besucher von Kiel oder Lütjenburg aus über die B 502. Vom Gut Schmoel, von Stakendorf sowie vom Campingplatz Hohenfelde aus führt ein Wanderweg Richtung Schutzgebiet.

 

Empfehlenswert ist auch ein Spaziergang oder eine Radtour vom Schönberger bzw. Stakendorfer Strand ausgehend auf dem Deich Richtung Schmoel. Der Weg in Schmoel ist Teil des Ostseeküsten-Radweges, der sich durchgehend von Lübeck bis an die Flensburger Förde erstreckt.